Barbacoa y “Allerlei”
Da Toledo wegen unerwarteter Hitze ausgefallen ist, gibt es vom Wochenende hauptsächlich Versatzstücke…Ich beginne (chronologisch) mit dem Allerlei:
Auf dem Weg von der Arbeit nach Hause am Donnerstag Nachmittag. Erwähnte ich schon, daß ich gerne Wolken fotographiere?
Diese Harmonie ist ansteckend.
Der Bus fährt uns jeden Nachmittag zum Plaza Castilla, der links im Bild an den schiefen Hochhäusern zu erkennen ist. Da ich hier so viel verdiehne lud ich beide ein zu einem
Bierchen ein. Ich fand die Gläser ganz schön groß - da waren ja fast 2 cl drin. Immerhin habe ich für alles auch nur 3,60 € bezahlt.
Gleich neben uns wurde Gin getrunken. Ich frage mich schon länger, weshalb Biergläser hier so klein sind und die richtig harten Sachen im Halbliterglas daherkommen.
Immerhin: Sollte ich jemals ein Buch für den figurbewusste Alkoholiker schreiben, so werde ich sicher auf einige spanische Sitten verweisen.

So ein schöner Platz. Aber Hallo! Meine Herren! Der Platz wird sogar ständig verschönert, so daß man vor lauter Baustellen morgens seinen Bus kaum findet.

Madrid ist im August wirklich eine einzige Baustelle, denn in diesem Monat sind die meisten Madrileños im Urlaub und folglich stört es am wenigsten. Leider kann man auf diesem Bild nicht (gut) erkennen, daß sich hinter den Wänden der U-Bahnhöfe ein relativ komisches System aus Holzstreben verbirgt. Sehr verwunderlich, denn verglichen mit London oder Berlin ist die U-Bahn in Madrid recht jung.
Weiter zum Freitagabend:
Hier erfährt mein Mitbewohner David gerade, daß er befördert wurde. Die schlechte Nachricht: Er muß dafür 2 Jahre nach Nigeria gehen (!)
José, der von all dem noch nichts weiß, freut sich trotzdem.
Nachdem uns David wegen der “guten” Nachricht zu einigen Bieren eingeladen hatte, ging es weiter in eine Tapasbar. Ich habe die Bestellung den Experten überlassen.
Ist wirklich eine nette Bar zwischen Colombia und Pio XII. Weil ich mir Namen nie merken kann…
…hier noch ein Foto des Namensschildes.

Weiter zur nächsten Bar. So viel Bier hat José sicher im ganzen Jahr noch nicht getrunken (man muß wissen, daß er eher asketisch lebt).
Am Samstag ging es dann zur Abwechslung mal zu Christoph.
Es wurde gegrillt und Bernd sowie seine Freundin kamen vorbei.

Christoph demonstrierte die besten Tarntechniken aus seiner Grundausbildung.
Dann lösten wir noch souverän ein Problem mit unerwünschten Mitbewohnern und danach ging ich nach Hause.
Zum Dienstag waren wir auf ein “Barbacoa” (auch bekannt als Barbecue) bei Rosa eingaladen. Ich kam kam etwas früher, um Christoph und Karim bei einem Computerproblem zu helfen.

Zur Belohnung gab Karim gleich eine Open Air Vorstellung. Hauptsächlich Stokes und White Stripes.
Der Wlan-Beauftragte a.D. der juristischen Fakultät der Albert-Ludwigs Universität Freiburg bei der Arbeit. Zufällig ging es auch gerade um ein Wlan Problem
Langsam wurde es dunkel.
Seriöser kann man nun wirklich nicht zu einem Barbecue gehen.
Oben waren die Vorbereitungen schon im vollen Gange. Obwohl wir insgesamt vieleicht 10 Leute waren war ich von den Tonnen an Essen ziemlich beeindruckt (auf dem Bild sieht man nur einen kleinen Teil der Einkäufe).
Obacht, in Spanien wird echt zu viel geraucht!
Sozusagen die Vorspeise lag bereits auf dem Grill.
Jaja, war ja schon Dienstag - da kann man schon mal etwas lockerer werden…
Großes Kino über und unter dem Rost.
Die Gastgeberin. Für ihr Alter doch eine sehr quirrlige Person.
Wir hatten übrigens nicht nur einen Grill.
Unser Koch am Werkeln. Ganz große Props
Einziger Kritikpunkt: Der ganze Qualm zog irgendwie nicht so recht ab. Aber lieber ersticken, als dieses Barbecue verpassen…
Rosa mitsamt Bruder, der gerade aus Peru über Argentinien nach Madrid geflogen war, um am nächsten Morgen um 8 nach Barcelona zu fliegen. Wenn Jetlag ein Gesicht hat…

Tja, was soll man da noch sagen? Es war ein ganz großes Barbecue und ich bereue eigentlich nur, daß ich schon recht früh gegangen bin. Wollte am nächsten Tag doch einigermaßen fit sein…
04. August 2006 um 02:19
Halber Liter Gin, halbe Huftiere und halb Jamaica an Gras. Die Spanier kennen kein Maß.
05. August 2006 um 06:01
Ja, da muß echt mal jemand einschreiten. Nicht auszudenken, wohin das führt…
05. August 2006 um 06:31
Ich kann dir flüstern wozu das führt… zu meinem geliebten Polen ;D
04. September 2006 um 23:10
[...] Up Next: Stierkampf in Ventas (schon im Kasten) und nächstes Wochenende wird Rosas Geburtstag dokumentiert (kann mir nicht vorstellen, daß irgendwas in Madrid grenzwertiger wird). Zur Erinnerung: Ein reguläres Barbecue bei Rosa über die Woche ist schon der Wahnsinn. Nicht auszudenken, was passiert, wenn extra zum Geburtstag halb Spanien kommt. Ich persönlich bereite mich durch Meditation und Selbstzüchtigung vor. Stay tuned. [...]