Feierabend
Langsam muß ich mich entschuldigen, daß meine wochenendlichen Zusammenfassungen so einseitig werden.
Aber wer denkt, es würde mit diesem Beitrag besser liegt total daneben. Immerhin breche ich einen neuen Zeitrekord mit Montag Abend. Der Grund ist, daß ich ab Donnerstag Besuch bekomme und sicher besseres zu tun haben werde, als in meinem Blog rumzuwurschteln…
Aber erstmal ein klassischer Anfang:
Donnerstag Abend und endlich mal wieder Wolkenfotos. Hatten wir ja auch schon lange nicht mehr.
Da Christoph am Freitag Besuch von seiner Ecuador Connection bekam, hatte er sich einen Tag frei genommen und ich konnte über das Büro verfügen. Auf dem Weg nach Hause haben wir dann noch illustriert, daß nun wirklich niemand am Freitag bis 18:30 Uhr arbeitet:
Man sieht, daß ich mit Video so ziemlich gar nichts am Hut habe…
Danach ging es zu mir nach Hause und wir trafen Daniel, der gerade frisch aus China zurückgekommen war. Er arbeitet mitlerweile als Patentanwalt in Honkgong (aus der Sicht eines Physikers).
Wer hätte gedacht, daß dieser Abend bei Christoph enden würde? Ich war eher milde überrascht, aber es gab auch guten Grund zu kommen, denn Chris’ Freunde aus dem Sprachkurs in Ecuador hatten sich alle mehr oder minder spontan eingefunden.

Werner aus Wien kümmerte sich um den Grill.
Erst später fand ich heraus, daß er gedopt war…
Christine tat mir etwas leid, denn in all dem Chaos hatte sie immernoch ihre Bürokleidung an. Gut für sie, daß wir den Casual Friday gerade hinter uns hatten.
François, als es ihm noch gut ging. Wirklich netter Typ aus Brüssel.
Danke übrigens an Lala für die Aufklärung über die Schreibweise französischer Namen (hab lange gegrübelt).

Marrio-Ritta aus Finnland. Ich muß zugeben, daß ich mit finnischen Namen nicht sonderlich vertraut bin. Wir hatten jedenfalls eine längere Diskussion über den sowjetischen Einfluß auf die finnische Außenpolitik zwischen 39 und 82. Mind-boggling…

Es wurde langsam erstaunlich kalt und Christoph dachte sich, er könne mal ein wenig Steve Jobs mimen. Was mir übrigens gerade auffällt: Ist das eigentlich ein Finger im unteren Bildbereich?

François war auf einmal etwas müde geworden. Wie gut, daß auf der Terasse immernoch ein Bett steht.

Und wie schlecht für ihn, daß wir noch da waren. Anita sucht gerade einen Edding.
Zum Glück hatten wir nur einen Kugelschreiber (denn Eddings können sehr unangenehme Ekzeme verursachen). Frau Doktor in spe legt selbst Hand an.
Sehr kreativ… Und nein, ich werde es nicht übersetzen.
Weiter gehts…
Aus Symetriegründen gleich noch das andere Bein…

Auf besonderen Wunsch reiche ich dieses Foto nach - setzt natürlich ganz neue Akzente…
Danach wurde noch etwas getanzt.
War ja auch erst 4…
Der Samstag wurde dann eher langweilig - eher spät aufgestanden und endlose Abhandlungen über die Hubble Konstante bei schweren Kopfschmerzen gelesen. Man sollte einfach aus Prinzip nicht mit Skandinavierinnen trinken (keine explizite Schuldzuweisung)
Am Sonntag bin ich dann ohne große Erwartungen aufgestanden und habe meine Mails abgerufen. Eine Betreffzeile: Call me, I’m in Madrid - Cla. Wir wollten uns zwar in Madrid treffen, aber es war schwer, ein Ticket von Sao Paulo nach Madrid zu bekommen (besonders, weil die quasi-staatliche Fluggesellschaft namens Varig gerade letzten Monat pleite gegangen ist). Ich war also eher überrascht und rief gleich an. Wir trafen uns auf eine Paella.
Der ganze Biazzi Lu Clan an einem Tisch (ok, Carol machte das Foto und war deshalb nicht drauf…)

Große Freude - immerhin hatten wir uns seit über einem halben Jahr nicht mehr gesehen.
Danach ging es weiter zu meiner liebsten Supermarktkette namens ElCampo. Da ich da sonst um 10 vor Ladenschluß reinschneie war der verkaufsoffene Sonntag eine willkommene Gelegenheit, einige Sachen einzukaufen.

Beim ElCampo gibt es wirklich alles… Aber eigentlich war ich einfach nur auf der Suche nach einer Bürste für die Hände. Die hab ich nicht gefunden. Immerhin weiß ich jetzt, wo ich hin muß, wenn ich Hämorrohiden habe (oder ein generells Problem mit der Hygiene in diesem Bereich).
Danach ging es weiter zu Christoph. Wir gingen in ein Restaurant und danach zurück zur Terasse. So ziemlich das gleiche Programm wie am Freitag, außer daß wir François diesmal nicht angemalt haben…
08. August 2006 um 00:06
Hey Roberto…
Helfe dir doch gerne weiter und die Frage nach: Wie schreibt man ‘Franzua’ auf deutsch, war ja auch nicht sooo schwer zu beantworten!
Übrigens an dieser Stelle mal ein großes Lob an deinen Blog. Obwohl eher selten mit Kommentaren bestückt…Werde das ab heute ändern und stündlich einen Kommentar veröffentlichen…
Oder jeden Tag bis jeden dritten!
Finde es spannend an deinem Lotterleben in Madrid teilzuhaben! Lass es dir gut gehen…
Bis bald!
08. August 2006 um 00:23
Das ist der Dank, wenn man mal jemand lobend erwähnt.
Außerdem möchte ich den Begriff Lotterleben entschieden zurückweisen - das impliziert doch, daß meine ganze Woche hier so aussieht. Ich glaube, ich sollte den Beitrag über meine Arbeit endlich vollenden…
Wäre auch mal Zeit für ein Fußpilz-Special.
08. August 2006 um 13:06
Wie recht Du hast: Wenn man am Samstag morgen verkatert in Madrid aufwacht, ist es natürlich essentiell sich zu fragen, wie sich die Hubble Konstante bei schweren Kopfschmerzen verhält
Gruß, Tobi
08. August 2006 um 19:44
also…
), die Wohnung sah aus wie ein Schlachtfeld, von der Terasse ganz zu schweigen.
sozusagen als Hausherr und damit Hauptverantwortlicher fuer diese Zusammenrottung oben genannter EU-Bürger sei folgendes ergänzend erwähnt:
- es war eine schoene party, die tischdecke ist jetzt verbrannt und eingewachst (gehen brandloecher durch waschen wieder raus?!
- die finnisch-sovijetisch-deutsche debatte war gepraegt von zweifelhaften Halbwissen von Roberts Seite, hat aber durchaus zur Belustigung des Tisches beigetragen (… wer konnte auch ahnen, dass es es in finnischen Augen sehr wohl einen Unterschied macht, ob man über eine schwedische Minderheit in Finnland, oder eine finnische Minderheit in Schweden redet…)
- Roberts liebste Supermarktkette heist AlCampo, nicht ElCampo … aber wer Tippfehler fidnet darf sie behaltn.
- es fehlt der Part wo eine dänische Frau Dr. in spe mit einer gefüllten 1,5 liter Colaflasche auf einen schlafenden bzw. komatisierten Belgier einschlägt. Aber vielleicht sollte der “Kampf der Kulturen” ja nicht dokumentiert werden?!
Genug gelabert,
Chris
08. August 2006 um 20:03
hach nochwas…
es tut mir sehr leid, aber auch ich habe beim finnischen Namen versagt:
die Dame aus Finnland heißt nicht Marrio-Ritta sondern Marjo-Riitta.
jap, und wer das fehlerfrei aussprechen kann (und dabei natürlich nicht aus finnland kommt) dem spendiere ich vielleicht ein bier.
C
10. August 2006 um 00:43
Danke an die Rechtschreibnazis…
@Tobi: Bei starken Kopfschmerzen nähert sich der Kehrwert der Hubbelkonstante null. Folglich rückt der Urknall immer näher.