Splendid times with Taha and a lousy weekend

Immernoch kränkelnd erhielt ich (von langer Hand geplant) Besuch.

Taha hatte sich 2 Tage vom Hilton in Barcelona frei genommen, um sich Madrid anzuschauen. Eigentlich hätte ich arbeiten müssen, aber ich war immernoch etwas krank und konnte es mir (natürlich mit schlechtem Gewissen) nicht nehmen lassen, ihm Madrid zu zeigen.

Kaffee in Chueca. Mir ging es richtig ranzig, aber das änderte sich später.

Gran Via.

Eine der wenigen Gelegenheiten, den Plaza de Cibeles bei Tag zu betrachten (von hier fahren alle Nachtbusse)

Das obligatorische Retiro Bild.

Danach bestaunten wir noch eine zur Kirche umgebaute Moschee. Ich war mir eigentlich ziemlich sicher, daß der Bau jünger als die Reconquista ist und einfach nur arabische Elemente nachahmt. Aber Christoph konnte mich vorerst umstimmen. Ich werde recherchieren…

Abends ging es dann kurz auf einen Drink zu Christoph und danach relativ schnell ins Bett. Am nächsten Morgen mußte ich zur geliebten Arbeit, während sich Taha…

…die volle Dröhnung Madrid-Tourismus gab.

Taha vor der kleinsten Spanien Flagge, die er finden konnte. Mit der Fahne kann man einem halben Bezirk schatten spenden.

Im Palaccio Real war er offensichtlich auch. Ich werde dieses Jahr leider nicht hingehen, denn der Eintritt ist nur Mittwochs frei und 8 Euro zahl ich nicht, um mir den Schuppen nochmals anzuschauen.

Danach ging es zu Christoph, um “kurz” zu Abend zu essen. Der eigentliche Plan war, danach noch einige Clubs zu besuchen. Aber irgendwie streckte sich das Abendessen.

Die Nachbarin. Irgendetwas hat sie an Taha gefressen, denn sie erkundigt sich seit diesem Abend täglich nach seinem Befinden. Also Taha: Wenn du mal nach Madrid ziehen solltest hättest du gleich eine Bleibe.

Druschba.

Taha hatte gerade der Nachbarin verklickert, daß wir Geschwister sind.

Plötzlich war es halb 2 und wir zogen nach Hause. War ja auch schon Mittwoch, da kann man mal etwas länger aufbleiben. Tahas Flug ging um kurz nach 6 und ich ging am nächsten Tag um 8 zur Arbeit.

Mittagessen mit Christoph am Donnerstag. So ganz fit waren wir beide nicht.

Ich dachte mitlerweile über taktisch wichtige Punkte nach, um die Mall und das Büro zu sprengen. Manchmal beruhigen mich solche Pläne -> siehe Strindberg.

Am Freitag Abend wurde dann Tennis geschaut. Naja, Christine war mehr bei der Sache als Christoph und meine Wenigkeit.

Am Samstag – stellt euch vor – wollten wir nach Toledo fahren. Total neuer Plan. Aber Christine wurde krank und Christoph und ich konnten uns gegenseitig nicht wirklich motivieren, weshalb wir am frühen Nachmittag einfach in die Innenstadt zum Einkaufen gefahren sind.

Kann man auch mal auf Arbeit tragen. Aber nur einmal, denn danach muß man sich entweder einem neuen Job suchen oder man wird ins Marketing versetzt. Ich habe keine Ahnung, was schlimmer wäre.

Dem Typen verdanke ich den besten Kaffee, den ich in Spanien je getrunken habe. Danke!

Resteverkauf in einem Plattenladen. Das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen.

Das Best of the Beta Band Album mußte ich einfach kaufen. Nicht wegen des “Best Of”, sondern weil die 2. CD ein Livekonzert vom Shepherd’s Bush Empire enthielt. Damit ist meine Sammlung von Beta Band Alben für alle Zeiten komplett (die Band hat sich leider aufgelöst). Und 10 Euronen sind ein absolut fairer Preis.

Auf dem Weg nach Hause haben wir noch einige Leute in der Metro fotographiert. Nachdem Christoph mit seinen Bond-Shots das halbe Abteil aufgebracht hatte, mußte ich nochmal zeigen, wie man das wirklich macht. Christoph und ich waren vom Shoppen etwas durch den Wind…

Zu Hause angekommen entwickelte ich keine großen Ambitionen. Mein Mitbewohner José ging hingegen ausnahmsweise aus, um das Endspiel Griechenland-Spanien (Basketball) zu verfolgen. Eigentlich könnte ich den Spaniern ankreiden, daß sie fanatisch Sportarten verfolgen, in denen sie ein gutes Team haben (ob Basketball, Fußball oder Curling – egal), aber ich finde es mitlerweile liebenswert und außerdem hat Spanien die WM auch wirklich gewonnen.

Am Sonntag bekam ich so eine Art vorgeschobener Midlife-Crisis.

Trotz besseren Wissens ging ich bei knapp 40 Grad in den Retiro zum Skaten. Motto: Wenn du dich heute nicht aufraffst, dann gehst du auch nächste Woche nicht.

So richtig wohl fühlte ich mich allerdings nicht. Die Wärme forderte ihren Tribut.

Immerhin hatte ich wirklich Platz und selbst mit billigen Tricks sah ich besser aus als das restliche Aufgebot an Skatern.

Danach ging es weiter nach Hause und zu einem Stierkampf, aber dieser füllt einen Eintrag für sich.

Deshalb:

Up Next: Stierkampf in Ventas (schon im Kasten) und nächstes Wochenende wird Rosas Geburtstag dokumentiert (kann mir nicht vorstellen, daß irgendwas in Madrid grenzwertiger wird). Zur Erinnerung: Ein reguläres Barbecue bei Rosa über die Woche ist schon der Wahnsinn. Nicht auszudenken, was passiert, wenn extra zum Geburtstag halb Spanien kommt. Ich persönlich bereite mich durch Meditation und Selbstzüchtigung vor. Stay tuned.

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