Best Intentions…
Dieses Wochenende kann mit Fug und Recht atypisch genannt werden, obwohl ich noch nicht so recht weiß, wo der eigentliche Unterschied lag.
Mit dem Firmenbus zum Plaza Castilla. Erst dort bemerkte ich, daß mein Portemonnaie weg war. Also schnell Geld geliehen, um zurück zur Arbeit zu fahren. Macht ja auch Spaß an einem Freitag…
Nachdem ich sämtlichen weltlichen Besitz bereits aufgegeben hatte und mich auf ein Leben in Pappkartons vorbereitete rief ich noch kurz Christoph an, um ihm von meinem Niedergang zu berichten. Dessen Reaktion: “Achja, deine Börse - die hab ich doch in meiner Tasche. Hab irgendwie vergessen, daß Ignacio die mir heute morgen als Witz zugesteckt hat”. Nun gut. Mein Chef war noch zugegen und gab mir die Erlaubnis, besagten Ignacio zu strangulieren, aber nach kurzer Diskussion einigten wir uns darauf, daß er mich in seinem SLR 95000 AMG CVJM-was weiß ich schon über Autos- nach Hause fährt. Ich war eh froh, daß ich nicht in einem Karton schlafen mußte.

An der Tankstelle…

Mullet Hunting auf dem Weg zu Christine. Ein Prachtexemplar.

Christoph und Diana. Kann mich nicht mehr erinnern, was so witzig war, aber es war offensichtlich lustig. Da Christines WG mitlerweile von WG-Nazis bewohnt wird (alles Deutsche und eine Österreicherin!) zogen wir lieber schnell weiter, bevor sie einen neuen Putzplan für Gäste aufstellten.

Artsyshot in der Eisdiele.

Yummy, yummy, I’ve got love in my tummy.

Ich glaube die Evolution hat einfach nicht vorgesehen, daß der Mensch um 11 Uhr Abends derart viel Eis verdrückt. Wir mußten Christoph fast raustragen am Ende.

Kleine Pause auf dem Weg nach Chueca.

Ah, Minis! Was für ein vortreffliches Wort für einen 1 Liter Becher voll Bier. Ist auch das Ideale Getränk, wenn man “den Abend mal ruhig angehen will, weil man am nächsten Morgen nach Toledo will”. Yeah right.

Chueca. Heute singe ich mal keine Lobeshymne auf diese Schwulenhochburg, denn wer dieses Blog ab und zu liest weiß ja schon, wie sehr ich diesen Platz liebe.

Nachschub… Sind ja nur Minis.

Also den Jungs würde ich sofort eine Lebensversicherung abkaufen. Ihr seriöses Auftreten alleine überzeugt auf ganzer Linie.

Am Ende haben Christine und ich noch jeder ein Armband von einem netten Typen aus Ecuador gekauft. Wir haben derart gut verhandelt, daß wir zwar den normalen Preis zahlten, aber obendrein noch 3 lackierte Kaffeebohnen erhielten.
Danach zogen wir weiter, aber es war schon recht spät. Eigentlich wollten wir noch ins Salasol, aber leider war die Schlange viel zu lang und 9 Euro Eintritt versüßten die Wartezeit nicht wirklich. Also ab in den Spätbus.
Am nächsten Tag wurde eher gechillt, bis es zu Rosas bereits lange angekündigten Geburtstag ging, der an dieser Stelle leider undokumentiert bleiben muß. Dermaßen viele Verstöße gegen das BTMG will ich hier einfach nicht veröffentlichen. Genaugenommen war es auch recht öde, denn die Party war schon seit ca. 20 Stunden im Gange und genauso waren die Leute auch drauf.
Nach einer Stunde gingen wir also auch wieder und schauten Pulp Ficiton.

Eigentlich war ich viel zu müde für solche Späße.
Sonntags dann Entspannung:

Plaza Perú (oder Lima?). Auf jeden Fall der ideale Ort für einen der letzten Sonntage bei sommerlichen Temperaturen.

Weiter zum Parque de Berlin. Schon aufgrund des Wappentieres müssen sich diese beiden Städte mögen.

Aber eigentlich glaube ich, daß die Madrileños sich nicht wirklich um den Namen kümmerten, sondern einfach nur den Sonntag genossen.

Teil vom Vater und dazugehöriger Sohn. Diese Harmonie…

Da fühlt man sich doch glatt heimisch. Andererseits ist ein doppelseitig bemaltes Mauerstück wenig autentisch in meinen Augen.

Weiterhin verwunderte mich dieses Denkmal. Hieß die Anlage vieleicht mal früher Parque de Bonn? Ich traue denen ja alles zu…
Coming up next: Letzter Versuch, nach Toledo zu kommen. Jews with ham. Christine verlässt uns leider. Stay tuned.
15. September 2006 um 00:40
Wieder mal ein gelungener Eintrag! Dieser trockene Humor gepaart mit grandiosem Sarkasmus. Herrlich! Du koenntest manchmal glatt als Englaender durchgehen…hehe
Werd die taeglichen Loriot Gespraeche waehrend der Busfahrten, Mittagessen und diversen Kaffeepausen vermissen.
Gute Nacht und grosses Tennis sag ich nur.
Chris
19. September 2006 um 23:50
Danke für das Lob. Hoffe du bist gut in Deutschland angekommen.
Den Engländervergleich fasse ich mal als Kompliment auf
Grüßle