In China…
Zwei günstige Bedingungen sind eingetreten: Ich bin in China und mein Blog funktioniert auch endlich wieder. Zeit für einen ersten Eintrag…
Vorneweg: Ein grundlegendes Problem ist, daß alles furchtbar neu und exotisch ist, so daß man aus jeder Kleinigkeit eine riesen Story machen kann. Ich weiß nur noch nicht richtig, wo ich anfangen soll. Deshalb erstmal nur das grundlegende:
Wir sind angekommen und haben vom Hotel aus eine Wohnung gesucht. Ich hasse ja Hotels…

Diese Enge. Plus der Room Service will immer rein, wenn man gerade seinen Koffer überm Bett ausgebreitet hat. Ein trauriges Kapitel - also weiter:

Der Eingang zum Unigelände. Mit Regen hatte ich eigentlich nicht gerechnet.

Der Campus - für 30000 Studenten genau die richtige Größe.

Die Studenten vom International Exchange haben den einzigen Raum mit Klimaanlage. Dafür ist die Toilette genau gegenüber und das Wort Toilette ist in diesem Fall nichtmal mehr ein Euphemismus. So ein wenig kam Grundschulstimmung am ersten Tag auf. Wir sitzen da mit ca. 15 Franzosen von der EBS (ist das eigentlich der gleiche Verein in Frankreich?). IBS - EBS - super Verwirrung bei den Dozenten. Machen alle jedenfalls einen lieben Eindruck (ich vermeide “nett”).

Mittagessen zwischen den Vorlesungen. Kev tut so, als könne er mit Stäbchen (ich schätze er verliert 20 Kilo bis Dezember, falls er es nicht lernt).
Zur Wohnung:

Dank geschickter Verhandlungskünste haben wir nur 2 Monatsmieten und 2x Kaution bezahlt. Jetzt sind wir alle pleite aber immerhin raus aus dem Hotel.
Die Wohnung ist auch ganz nett, jedoch:

stilistisch etwas - naja - anders

Das Wohnzimmer

Der LCD, womit man 24/7 Beijing Opera gucken kann. Ich war selten in einem Land, in dem ich die Werbung mehr mag als das richtige Programm.

Das Schlafzimmer ist auch wunderhübsch (keine Sorge, wir haben mehr als eins und nein, die anderen sind auch nicht schöner)

Blick vom Balkon. Dieses Bild ist eine Unmöglichkeit an sich - aus irgendeinem Grund hatten wir heute kaum Smog.
Die Wohnung hat nur einen kleinen Nachteil: Es ist alles noch nicht so ganz fertig, weil der Compound gerade erst fertig gebaut wurde. Die meisten Dinge stören nicht wirklich, aber die ganze Wohnung…

…hat noch keine einzige Tür zwischen den Räumen. Nervt ein wenig, wie obiges Foto recht gut erläutert.
Up next: Keine Ahnung. Masuren wird sicher irgendwann nachgereicht. Ansonsten leben wir uns gerade etwas ein - da wird nicht mittelfristig geplant.
Martin hat übrigens auch einen Blogeintrag über die Ankunft in Shanghai.
22. September 2007 um 19:47
Dahinter steckt ein kluger Kopf, der wissen müsste, daß man seine Unterhose auf der Toilette ausziehen muß. Herzliche Grüße Deine Mutter
24. September 2007 um 14:53
Ein sehr kluger Kopf; ihr werdet euch wohl schon an die Umstaende gewoehnen (muessen).
Gruesse vom anderen Ende der Welt!