Kurz vor den Nationalfeiertagen
Wir sind so glücklich, daß die nächste Woche komplett frei ist. Vor allem nachdem die Administration folgenden Zettel aufhing:

Ich hatte schon Angst, daß wir Urlaub nach westlichem Vorbild machen. Stattdessen sind einfach die nächsten 2,5 Wochenenden Uni. Sieht auch super auf meinem Plan aus:

Später gab es dann Entwarnung. Aus irgendeinem Grund mußten wir am Wochenende doch nicht hin. Jetzt müssen wir nur noch die ganze freie Woche für die Projekt Bachelorprüfung arbeiten…
Auch sonst gibt es keinen Grund zu meckern. Die Vorlesungen sind alle recht gut bis auf Business Information Management. Man kann das Fach eigentlich nur mit einem Bild beschreiben:

Joel gehört nun wirklich nicht zu den Menschen, die in der Uni pennen, aber BIM geht bei allen an die Substanz.
Das Wochenende stand kurz bevor und wir erledigten all die Dinge, welche wir schon länger geplant hatten:

Das Wäscheproblem: Leider riecht Kleidung zumindest in Zhabei wie Schweinegülle, wenn man sie über Nacht draußen hängen läßt - eigentlich sollte sie nach dem Waschen zumindest nicht schlechter sein. Deshalb werden wir zunehmend innovativ, was dieses Thema angeht.

Das Ergebnis eines Wocheneinkaufs für 4 Leute. 70 € für 2 Einkaufswagen finde ich schon fair…

Weiter in die Innenstadt auf der Suche nach einem Fake-Market. Ich hab leider keine Bilder vom Markt gemacht, weil die ganze Aktion furchbar anstrengend war. Ca. 5000 mal “do you want to buy watch?” plus die Preisverhandlungen. Am Ende hat es sich aber gelohnt: 5 Hemden, 2 Paar Schuhe, Unterwäsche für einen halben Monat sowie eine Ledertasche für insgesamt unter 100 Euronen. Hab ich schon erwähnt, daß man sich an die Preise hier gewöhnen kann? Ich hoffe nur der Zoll in Tegel ist so entspannt wie eh und je. Es wird jedenfalls irgendwann einen Eintrag zum Fake-Market geben.
Am Sonnabend mußten wir ausgehen - letze Chance vor dem Bachelortrubel und zumindest ich war die ganze Woche noch nicht weg. Also schnell etwas rausgesucht:

Keine Ahnung, weshalb die Wahl auf Hip Hop fiel. Eventuell hatte es damit zu tun, daß der Flyer mit 15 RMB pro Bier Werbung machte.

Vorglühen bei uns mit Vroni, Pia und Joel. Dabei fanden wir heraus, daß Tonic nach faulen Eiern riecht, wenn man eine alte Dose kauft (hier gibt es Schweppes nur in Dosen).

Artsy-Shot auf dem Balkon…

Da unser Balkon recht eng ist gingen wir noch kurz aufs Dach.

Im Club. Auffälligstes Merkmal: Es gab keine Aufseher von der Polizei - normalerweise stehen 2 beim DJ, einer in der Menge und zumindest einer in der Nähe des Eingangs. Wie die Veranstalter diese Gängelung umgangen haben ist mir unklar.
Die Crew wird vorgestellt:
Zum Glück habe ich nicht weitergedreht - auch ohne tiefere Chinesischkenntnisse konnten wir hören, daß der Typ nicht rappen kann. Jedes dritte Wort war Shanghai.

In einem Anflug von Genialität bestellt Kev einen Teller Nüsse. Prompt hatte er 6 neue beste Freunde.
Gute Laune auf der Tanzfläche. Die Stimmung war schon fast zu gut, jedenfalls wenn man berücksichtigt, daß am nächsten Morgen (Sonntag!) um 7 die Handwerker klingelten, um die Türen einzubauen. Aber dazu später mal mehr…