Zweite Tour AKW
Mit einer Taschenlampe bewaffnet habe ich mir diesmal das Innere genauer angesehen.

Im Treppenflur machte ich mir recht schnell Sorgen, daß die Taschenlampe (LED) ausgeht.

Im ersten Stock – ich kenn schönere Aufgänge.

In den unteren Stockwerken ist eigentlich nur der Treppenflur begehbar. Als ich den 4. Stock mit schlotternden Knien erreichte mußte ich plötzlich schmunzeln:

Da waren Profis am Werk – im 5. Stock ist demjenigen dann auch aufgefallen, daß das bei den Römern irgendwie anders aussah.
Das Stockwerk mußte ich mir genauer anschauen:

Bild ohne Blitz – dumm. Ist jedenfalls ein Teil des Metallkörpers.

Hier nochmal mit Blitz. Ich hab keine Ahnung, wofür diese Röhren sind. Für Brennstäbe waren sie sicherlich nicht vorgesehen.

Leider kam mir ständig die Kuppel in die Quere. Ist ja auch Sinn eines Containments, daß nichts durchkommt. Ich hätte zu gerne die Schleusen gefunden.

Blick auf die Verwaltungsgebäude aus dem 4. Stock.
Ein Video aus dem 5. Stock:
Das Summen kommt davon, daß der Wind die Kuppel vibrieren lässt. Geht einem nach 5 Minuten mächtig auf die Nerven.
Aber jetzt auf nach oben:

6. Stock – Dach.

Blick auf das Zellstoffwerk.

Blick auf die Verwaltungsgebäude. Erst später ist mir aufgefallen, daß ich dort nicht rumlaufen sollte:

Sieht nicht wirklich tragend aus. Das Abrissunternehmen stellt natürlich keine Schilder für unbefugte auf…

Immerhin gab es gelegentlich Absperrungen.

Zurück nach unten…
Nachdem ich verschnauft hatte schaute ich mir im Erdgeschoss noch einige Eingänge an:

Dieses Loch war leider zu hoch, um durchzuklettern. Das Wetter half auch nicht. Würde gerne wissen, was das runde Teil an der Decke ist. Es liegt außerhalb der Kuppel.

Ein gefluteter Gang.

Der “Haupteingang”. Hab ich mir beim letzten Besuch nicht angesehen, weil da Menschen rumliefen. Wer meinen letzten Eintrag gelesen hat: Das Foto von der großen Aussparung entstand von der anderen Seite.

Blick in die Kuppel von unten. Kann gut sein, daß von hier altes und neues Brennmaterial über einen Kran transportiert werden sollte. Unten wäre genug Raum für einen Lastwagen.

Die Türen kamen wohl aus der Volksrepublik Bulgarien. Ich verstehe ja den allgemeinen Zerfallszustand, aber warum sieht eine Außentür nach 20 Jahren so aus? Der Reaktor sollte ~93 ans Netz gehen. Die haben doch nicht geplant, alle 5 Jahre solche Teile auszutauschen?
Noch ein kurzer Blick auf Reaktor 2:

Der 2. Reaktor wurde erst später begonnen und viel ist auch nicht mehr übrig. Gleiches gilt für den 3. Reaktor. Für Nummer 4 wurde kein Fundament mehr gelegt.

Leider erkennt man das Notausgangsschild vor lauter Schnee kaum.

Im Hintergrund Reaktor 3 (folgt übrigens meinem Zahlenschema).

“Eltern haften für ihre Kinder – Zuwiderhandlungen werden bestraft”
Ich dachte erst, dieser unsinnige Satz stamme noch aus DDR-Zeiten. Aber am Haupteingang des Geländes steht genau dieser Spruch auf “moderner” Plastikfolie. Gut, daß ich nichts kaputtgemacht habe
Wie beim letzten Eintrag sind alle Bilder vom Ausflug in höherer Qualität verfügbar.
Tags: AKW Stendal, Elbe, Weltuntergang
25. Februar 2009 um 21:57
[...] Hier entlang: erster Besuch und zweiter Besuch. [...]
07. Juli 2009 um 10:12
Hallo,
riesig interessant, was du da für Fotos reinstellst! Würde mir sowas auch gerne ansehen, aber ist vom Ruhrgebiet doch etwas weit weg
Kann man mit einer dritten Tour rechnen? Foto aus dem “Reaktor” fänd ich irre interessant…
11. August 2009 um 13:16
Wegen der römischen Vier, das ist lange Zeit sogar so üblich gewesen: http://www.uhrenhanse.de/sammlerecke/wissenswertes/hoffmann.htm (über Wikipedia)
Zum Beitrag: Sehr interessant, mal sehen, ob ich auch mal einen Ausflug dahin machen werde.
11. August 2009 um 13:43
Das wußte ich noch gar nicht. Danke für die Info!
Da ich jetzt eine digitale Spiegelreflex besitze, werde ich zum 22. nochmal hinfahren. Hoffentlich ist noch genug Substanz übrig…