Kennt ihr das noch: So ca. 9. Klasse hatte man das Geld endlich zusammen, um sich mal einen Computer zu kaufen, den man selbst zusammengestellt hatte. So etwa 18 Monate Taschengeld gingen dafür drauf und nach der Bestellung kam dann das unerträgliche Warten auf das Eintreffen der Ware. Mir tun die Inhaber des Computerladens meiner Wahl bis heute leid, denn ich habe sie vor der Schule und jede Stunde danach gefragt, ob meine Kiste schon da ist. Irgendwie kam mir das für viele Jahre kindisch vor.
Doch letzte Woche habe ich ein neues Macbook bestellt und etwa alle halbe Stunde den Lieferstatus bei TNT überprüft (also 48x am Tag!). Langsam frage ich mich, wie sehr ich mich in den letzten 10 Jahren verändert habe. Jedenfalls sieht es momentan so aus:

Würde mich natürlich freuen, wenn das Teil morgen geliefert wird - das Wochenende hat gerade begonnen und ich habe mehr Zeit, die Kiste zu konfigurieren, als über die Woche.
Interessant finde ich, daß es mittlerweile ganze Seiten zu den Lieferzeiten von Apple gibt. Auf Apple Tracking z.B. kann man nicht nur den Status seiner Lieferung abfragen, sondern auch mit anderen Apple Nutzern im Detail über Transitzeiten diskutieren. Wer zum Beispiel in Edinborough wohnt findet sicher jemanden, der darüber philosophiert, ob sein Macbook nicht im gleichen LKW transportiert wird.
Anscheinend werden heute sogar Zusteller von Markenherstellern Teil einer Gruppentherapie. An TNT kann ich übrigens nichtmal meckern - der Service ist wirklich astrein, obwohl ich glaube, daß denen Anrufe von Apple Kunden langsam auf die nerven gehen…